Segelflug

Wenn Flie­gen die Spra­che wäre, dann wäre das Se­gel­flie­gen die Poe­sie.

Der An­trieb des Se­gel­flug­zeugs ist die Sonne. Nach einem an­fäng­li­chen En­er­gie­schub durch das Hoch­zie­hen des Flug­zeugs mit einer Winde oder einem Mo­tor­flug­zeug kann sich das Se­gel­flug­zeug bei ent­spre­chen­der Wet­ter­la­ge und ent­spre­chen­dem Kön­nen des Pi­lo­ten stun­den­lang in der Luft hal­ten. Die Sonne er­wärmt die Erde, diese gibt die ent­stan­de­ne Wärme an die um­ge­ben­de Luft ab. Ir­gend­wann ist der kri­ti­sche Mo­ment er­reicht, wo die Luft so warm wird, dass sie sich von der Erde löst (sie klebt vor­her wie der Was­ser­trop­fen an einem Blatt) und nach oben steigt. Diese Kraft nut­zen die Se­gel­flug­zeu­ge und stei­gen krei­send mit der war­men Luft in die Höhe. Dort an­ge­langt kann der Pilot dann die Höhe im Ge­ra­de­aus­flug wie­der „ab­flie­gen“. Dh. das Se­gel­flug­zeug sinkt stän­dig, wenn es nicht durch neue Auf­triebs­fel­der steigt. Durch die ae­ro­dy­na­mi­sche Ver­fei­ne­run­gen an Pro­fil, Rumpf und Ge­wichts­op­ti­mie­run­gen er­rei­chen Se­gel­flug­zeu­ge heute Gleit­zah­len von über 50. Das be­deu­tet, aus 1km Höhe kann das Flug­zeug 50km weit flie­gen, vor­aus­ge­setzt es kommt nicht durch Auf- oder Ab­wind­fel­der.

Se­gel­flie­gen ler­nen kann man ab 14 Jah­ren und be­trei­ben kann man den Sport bis ins hohe Alter.


 

Motorflug

Im Ge­gen­satz zum Se­gel­flug steht beim Mo­tor­flug nicht die Her­aus­for­de­rung in der tak­ti­schen und klu­gen Stre­cken­über­win­dung an sich, da die En­er­gie be­reits im Tank mit­ge­führt wird. Der Mo­tor­flug stellt eine be­son­de­re Form des frei­en Rei­sens dar. Eine gute Flug­pla­nung bzgl. Stre­cken­wahl, Wet­ter­be­din­gun­gen und vor Allem die Ziel­aus­wahl ma­chen den Mo­tor­flug zu einem be­son­de­ren Frei­heits­ge­fühl der heu­ti­gen Zeit. So ist es bei gutem Wet­ter pro­blem­los mög­lich mit einer Ma­schi­ne des LSR Aalen in guten zwei Stun­den in Kroa­ti­en zu sein. Ohne Zwi­schen­lan­dung, denn die kon­se­quen­te Aus­le­gung der Flug­zeu­ge mit Lang­stre­ck­en­tanks las­sen sol­che Stre­cken - und noch grö­ße­re - pro­blem­los zu.
Der Mo­tor­flug ist aber ähn­lich dem Se­gel­flug fa­cet­ten­reich in sei­nen Mög­lich­kei­ten. Wen die Rei­se­flü­ge nicht an­spre­chen, der hat u.a. in den zwei­jähr­lich statt­fin­den­den Mo­tor­flug­meis­ter­schaf­ten im Prä­zi­si­ons­flug seine Freu­de. Hier geht es um das ex­ak­te Flie­gen unter Be­rück­sich­ti­gung der Wet­ter­ver­hält­nis­se und Stopp­uhr mit ab­schlie­ßen­der Ziel­lan­dung, deren Be­wer­tungs­re­geln sehr si­cher den Namen Prä­zi­si­ons­flug ver­die­nen.
Wer auch in den bei­den ers­ten Va­ri­an­ten die­ser Sport­art noch keine Aus­las­tung fin­det, der lan­det dann beim Mo­tor­kunst­flug. Diese Kö­nigs­dis­zi­plin des Mo­tor­flugs be­nö­tigt neben der Zu­satz­li­zenz und ent­spre­chen­der kör­per­li­cher Fit­ness eine Flug­zeug­be­herr­schung, die Ih­res­glei­chen sucht. Oder wie soll man es be­schrei­ben, wenn sich auf Meis­ter­schaf­ten z.B. das Flug­zeug nach 1,x Se­kun­den aus der Nor­mal­flug­la­ge im so ge­nann­ten Rü­cken­flug be­fin­den muss, um volle Punkt­zahl zu er­hal­ten? Ach ja, für alle 2,5 Grad Rich­tungs­feh­ler gibt es einen hal­ben Punkt Abzug...!
Kom­men Sie doch ein­fach mal bei uns vor­bei und las­sen sich mehr er­zäh­len, als hier zu lesen ist. Ein mo­ti­vier­ter Rund­flug­pi­lot ist häu­fig bei uns an­zu­tref­fen und über in­ter­es­sier­te Be­su­cher freu­en wir uns immer.


 

Ultraleichtflug

Ob im klas­si­schen Dop­pel­de­cker, im of­fe­nen Ein­fach­flug­zeug oder schnel­les Rei­sen mit Ka­bi­nen­kom­fort: Ul­tral­eicht­flie­gen ist Spaß für jede Frau und für jeden Mann. Die ra­san­te tech­ni­sche Ent­wick­lung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat nicht nur bei Luft­sport­lern für viel Auf­se­hen ge­sorgt. Heute ge­nie­ßen Ul­tral­eicht­flug­zeu­ge einen guten Ruf als si­che­res, preis­wer­tes und um­welt­freund­li­ches Luft­sport­ge­rät.

Ul­tral­eicht­flie­gen ist um­welt­freund­lich. Durch den ge­rin­gen Treib­stoff­ver­brauch, durch­schnitt­lich brau­chen UL-​Mo­to­ren nur halb so­viel Sprit wie kon­ven­tio­nel­le Flug­zeu­ge, und die ex­trem lei­sen Mo­to­ren, eine Lärm­gren­ze unter 60 dB(A) ist vor­ge­schrie­ben, bie­ten ULs eine zeit­ge­mä­ße öko­lo­gi­sche und öko­no­mi­sche Al­ter­na­ti­ve.

Tech­nik und Ma­te­ri­al der mo­der­nen Ul­tral­eicht­flug­zeu­ge bie­ten ein hohes Maß an Si­cher­heit und Kom­fort. Alle Ul­tral­eicht­flug­zeu­ge sind mit einem Ge­samtret­tungs­sys­tem aus­ge­stat­tet, das den Pi­lo­ten mit sei­nem Flug­zeug im Not­fall si­cher an einem Fall­schirm zu Boden bringt.

Der Er­werb der so­ge­nann­ten "Sport­pi­lo­ten­li­zenz (SPL)" für 2-​sit­zi­ge Ul­tral­eicht­flug­zeu­ge stellt den ein­fachs­ten und kos­ten­güns­tigs­ten Ein­stieg in die Welt des Mo­tor­flie­gens dar.

Die SPL er­laubt Flüge mit Ul­tral­eicht­flug­zeu­gen in­ner­halb Deutsch­lands und im eu­ro­päi­schen Aus­land. Die meis­ten Flug­plät­ze, die mit Mo­tor­flug­zeu­gen an­ge­flo­gen wer­den kön­nen, sind mitt­ler­wei­le auch für Ul­tral­eicht­flug­zeu­ge zu­ge­las­sen, dar­un­ter Flug­hä­fen wie z.B. Leip­zig, Augs­burg und Frank­furt-​Hahn. Dar­über­hin­aus ste­hen eine Viel­zahl wei­te­rer klei­nen Flug­ge­län­de zur Ver­fü­gung, die aus­schließ­lich für Se­gel­flug-​ und Ul­tral­eicht­flug­be­trieb ge­nutzt wer­den kön­nen.