Was erwartet mich?

Segelfliegen ist ein Mannschaftssport. Wir können nicht abheben ohne die Hilfe von unseren Fliegerkammeraden. Daher herrscht bei uns im Verein ein familiärer Umgang. Aus diesem Grund stehen nachfolgende Zeilen in der "Du-Form".

Unser Ziel ist es, Dich vom Fußgänger zum Lizenzpiloten auszubilden und Dir vollumfänglich das nötigen Theoriewissen und praktischen "know how" an die hand zu geben. Erfahrungsgemäß dauert der Prozess je nach fliegerischer Tätigkeit, sowie deinem Können zwischen 2 und 4 Jahren.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung unterteilt sich in Theorie- und Praxisteil.

Praxisausbildung

Unsere fliegerische Saison geht von April bis Oktober. In dieser Zeit ist so gut wie jedes Wochenende (je nach Wetter) Ausbildung möglich. Zuerst weisen wir Dich auf unseren Flugplatz ein und Du lernst den Ablauf eines Flugbetriebs kennen. Anschließend wirst Du mit einem unserer Fluglehrer die Elemente der Platzrunde, wie Start, Landung und Kurvenflug üben.  Sobald Du alle Elemente sicher beherrschst, steigt dein Fluglehrer vom hinteren Sitz aus und Du fliegst das 1. Mal solo. Damit hast Du deine ersten Alleinflüge und den 1. Ausbildungsabschnitt geschafft. Nun folgen Abschnitt B und C, in denen eine Umschulung auf einen Einsitzer erfolgt. Dein Fluglehrer beobachtet Dich dann überwiegend vom Boden aus, während Du in der Luft Übungen absolvierst. Abschluss und Kür des letzten Ausbildungsabschnitts ist der 50 km Solo-Streckenflug, den deine Lehrer mit Dir bei guten thermischen Bedingungen vorbereiten. Ist auch dieser erfolgreich beendet, kannst Du mit einem offiziellen Prüfer des Luftsportverbandes einen Termin zur praktischen Prüfung vereinbaren.

Theorieausbildung

Im Sommer wird geflogen, im Winter Theorie gelernt.

Da Segelfliegen nicht erst gestern erfunden wurde, gibt es zum Lernen erstklassige Literatur. Das spart dem Flugschüler Zeit und Stress. Zusätzlich bieten wir je nach Nachfrage auch in Kooperation mit anderen Vereinen Wintertheorielehrgänge an, in denen Vereinsübergreifend in Gruppen zwischen 5 und 10 Schülern individuell Wissen vermittelt wird. Nach Beendigung aller Theorieeinheiten kannst Du Dich für die Theorieprüfung bei der Landesdirektion Sachsen anmelden.

Um den 50 km Streckenflug zu fliegen, muss im Voraus ein Funksprechzeugnis erworben werden. Dafür gibt es natürlich auch Winterlehrgänge.

Wir vermitteln Dir einen Einblick in folgende Fächer:

  • Luftrecht
  • Navigation
  • Kommunikation
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Allgemeine Flugzeugkunde
  • Flugplanung und Flugleistung
  • Meteorologie
  • Betriebliche Verfahren
  • Aerodynamik/Grundlagen des Fliegens

 

Zu aufwendig? Keineswegs! Bei einem Ausbildungszeitraum zwischen 2 und 4 Jahre ist genügend Zeit eingeplant. 

 

Voraussetzungen

Im Vergleich zur kommerziellen Fliegerei ist der Einstieg ins Cockpit hindernisfreier.

  • Unumgänglich ist ein Medical Klasse 2, welches Du beim Fliegerarzt machen lassen kannst bevor Du allein fliegen darfst. Eine Brille zutragen, stellt generell kein Problem dar.
  • Ein gesetzliches Mindestalter zum Beginn der Ausbildung gibt es nicht. Aus der Erfahrung ist ab 14 Jahren ein guter Zeitpunkt. Dennoch haben wir Spielraum um individuell eine Lösung zu finden.
  • Fliegen ist zeitintensiv. Um gut in der Ausbildung voranzukommen und in Übung zu bleiben empfehlen wir mindestens 1 x in 2 Wochen vorbeizukommen.

 

Last but not least: Was kostet mich der Spaß?

Da wir ein Verein sind und keine kommerzielle Flugschule, können wir Dir nicht genau einen Gesamtpreis nennen. Aus Erfahrung können wir sagen, dass ein „Komplettpaket Segelflug-Ausbildung“ zwischen ca. 2500 und 3500 EUR liegt. Das sind somit aufgeschlüsselt pro Monat etwa 70 bis 95 EUR. Bei detaillierten Fragen zur Finanzierung, stehen Dir unser Vorstand sehr gern zur Verfügung.

 

Ob Fliegen zum neuen Hobby taugt, lässt sich am besten unverbindlich durch einen Schnupperflug herausfinden. Einfach ausprobieren und inspirieren lassen.

Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme!

 

Fragen zur Ausbildung sehr gern an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Zum Weiterlesen:

Und nach der Lizenz? – ein kleiner Ausblick

Sobald das Papier in einem Umschlag zu Dir nach Hause kommt, bist Du Lizenzpilot mit Rechten und Pflichten. Eine der Pflichten ist, ein Minimum an Starts und Flugzeit innerhalb von 2 Jahren nachzuweisen. Wiederum eines der Rechte betrifft das Führen jedes Segelflugzeugmusters nach einer Umschulung und Einweisung. Aber auch in der Fliegerei gibt es außergewöhnliche Flugzeuge, bei denen gewisse Flugerfahrung nachgewiesen werden müssen. Aber prinzipiell steht Dir sofort nach Lizenzerhalt eine große Produktpalette zur Verfügung.

 

Eine Streckensegelflug-Karriere starten

Von Freiberg nach Zwickau und über den Erzgebirgskamm zurück? Gar kein Problem! Mit Übung und Erfahrung wachsen die Strecken von Saison zu Saison. Kilometerlangen Wolkenstraßen folgen mit ständiger Energiezufuhr von Aufwindfeldern bei nahezu 2000 m über Grund erfüllt das Fliegerherz. Die Zeit vergeht – man glaubt es kaum! Aus 3 Stunden werden 8. Aus 100 km werden 400. Das unschlagbare Gefühl nach der sicheren Landung stärkt das Verlangen nach mehr. Übertroffen werden kann dieses unbeschreibliche Glücksempfinden nur im Teamflug: Einfach gemeinsam mit Freunden unterwegs sein. Denn wie bereits erwähnt – Segelfliegen ist ein Mannschaftssport.

Nebenbei bemerkt gilt eine Leistung von 400 km Strecke ohne Zwischenlandung in der Streckensegelflug-Szene an einem thermisch guten Tag als gehobenes Mittelmaß.

>>> Besondere Anreize für Jungpiloten unter dem 25. Lebensjahr <<<

Bei ausreichend guten Leistungen kann eine Berufung in den sächsischen Kader erfolgen. Als Kaderpilot lernt man mit anderen Jungpiloten die Optimierung der Planung, Durchführung und Wettbewerbstauglichkeit. Die Lehrgänge werden gefördert und sind so für Berufene nahezu kostenlos. Die Chancen stehen momentan gut, aufgenommen zu werden. Die Spitze des Erfolges ist eine Berufung aus dem Landeskader in die deutsche Nationalmannschaft.

 

Teilnahme an Wettbewerben und Fliegen im Ausland

Ebenso wie Kaderpiloten können alle Segelflieger mit Talent an Wettbewerben im Streckensegelflug teilnehmen. Mit deiner europäischen Lizenz ist problemlos eine Teilnahme an einem Wettkampf oder Fliegerlager auch außerhalb der Landesgrenze möglich. Ob nun in Finnland, Slowenien, Frankreich, Tschechien, Polen oder Österreich fliegen - die Entscheidung liegt bei Dir!

 

In der "Welle" fliegen

Dieses Phänomen in unseren Breiten tendenziell Ende Herbst zu beobachten. Vereinfacht gesagt weht starker Wind in einem bestimmten Winkel über eine Gebirgskette, bei der durch mehrere Ablenkungen ein schmales Aufwindfeld entsteht. Hierbei lassen sich Höhen zwischen 3000 und 8000 m über Grund erreichen. Hier in der Gegend sind Erzgebirge, Harz und das Altvatergebirge (in Tschechien) bekannt. Reichweiten von mehr als 1000 km (am Tag!) sind bei solchen Wetterlagen keine Seltenheit. Viele Flugplätze entlang der Gebirgsketten bieten dazu faszinierende Einblicke.

Wem das hier nicht reicht, kann ebenso vorzüglich in den Alpen, den Rocky Mountains oder Anden Welle fliegen.

 

Kunstflugberechtigung für Segelflug

Fliegen und alles steht Kopf? – Im Kunstfluglehrgang bringt man Dir Figuren wie z.B. Turn, Looping, Lazy Eight oder Rückenflug bei.

 

Rechte erweitern auf TMG

Der große Vorteil mit Triebwerk ist, man benötigt keine Thermik um von A nach B zu kommen. Sogar an kalten Herbsttagen kann geflogen werden. Ein Flug von hier bis zur Ostsee stellt keinerlei Probleme dar.

TMG steht für Touring Motor Glider und bedeutet übersetzt „Motorsegler“. Damit sind Segelflugzeuge mit starren Triebwerk gemeint, wie z.B. unser „Falke“. Nach Erhalt der Lizenz müssen nach jetzigen Stand mindestens 10 zusätzliche Flugstunden mit, bzw. unter Aufsicht von einem Fluglehrer durchgeführt werden. In Vergangenheit haben so einige unserer Piloten einen Teil ihrer TMG-Ausbildung direkt hier am Platz gemacht. Nach abgeschlossener Prüfung, steht deiner Erweiterung der Rechte auf TMG nichts mehr im Weg!

 

Umschulung auf andere Flugzeugklassen

Wer eine gültige Lizenz mit Erweiterung der Rechte auf TMG vorweisen kann, hat es einfacher bei der Umschulung (Class Rating) auf andere Typen. Der größte Vorteil birgt bereits erlernte fliegerische Fähigkeiten und Fertigkeiten, die den Geldbeutel durch Herabsetzen der Mindestflugstundenanzahl entlastet.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.